Die NPD – eine vergangene Partei?

Seit ihrer Gründung 1964 im Hannoveraner Landkreis schrieb die NPD eine eigenartige, kleinparteiliche Geschichte in der Bundesrepublik. Sie erlangte fast nie ein zweistelliges Ergebnis, selbst in ihren Stammländern Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Wahlergebnisse über der Fünf-Prozent-Marke wurden innerparteilich bejubelt, waren sie scheinbar Grund genug, eine patriotische Wendung im jeweiligen Landtag zu prophezeien. Die Partei definiert sich über eine ideologische Nähe zum deutschen Nationalsozialismus, die sie symbolisch und sprachlich hartnäckig unterstreicht. Hat die NPD überhaupt noch eine Zukunft, seitdem mit der AfD eine ungleich erfolgreichere, rechte Institution aufgekommen ist?

Eine verborgene Kraft?

Der ehemalige Vorsitzende der NPD, Udo Voigt, bis zur letzten Wahl des EU-Parlaments noch einziger Vertreter der NPD auf europäischer Ebene, bewundert die „Kraft“, die der NPD immer noch innewohne. Doch welche Kraft meint der Politiker? Mit Sicherheit sind Udo Voigt, Thorsten Heise und der Vorsitzende Frank Franz die drei wichtigsten Initiatoren, die der NPD die genannte Kraft noch einflößen. Doch finden sich auf den Parteitagen kaum mehr junge Leute, die Umfragewerte liegen seit 2013, dem Gründungsjahr der AfD, im Keller, und in einem Land, das von einer zunehmend umweltbewussten und offenen Regierung geleitet wird, wirkt die Wahl einer rechtsextremen Partei zunehmend geschmacklos. Eine Kehrtwende oder eine brodelnde Kraft innerhalb der Partei sind in Sicht.

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